AIKüchenplanung: In welcher Reihenfolge entsteht eine Küche, die passt?
Beginne mit deinem Raum, deinem Budget und der Frage, wie du kochst. Anschlüsse, Arbeitswege und Stauraum kommen vor der Auswahl von Fronten und Farben. Hier findest du die Schritte vom ersten Grundriss bis zum Aufmaß und Einbau.
Das Wichtigste in Kürze
Eine gute Küchenplanung läuft in festen Takten: Erstgespräch über deinen Alltag, Planung in 3D in deinem Raum, Angebot mit jeder Position einzeln, Aufmaß bei dir zu Hause, und erst danach wird bestellt. Dann Lieferung und Einbau, die dein Studio organisiert, zum Schluss die gemeinsame Übergabe. Die wichtigsten Planungsregeln: Arbeitshöhe nach deinem Ellenbogen (bei Purion 66 bis 110 cm möglich), genug Abstand zwischen gegenüberliegenden Arbeitsflächen und kurze Wege zwischen Spüle, Herd und Kühlschrank.
Womit fängst du an: Budget oder Fronten?
Bevor du dich in Fronten und Farben verlierst, brauchst du eine Zahl: Was darf die Küche insgesamt kosten, mit Geräten, Arbeitsplatte und allen Leistungen? Aufmaß, Lieferung und Montage stecken in diesen Zahlen schon drin und kommen nicht obendrauf. Die Spannen je Küchenform und Ausstattung stehen im Preisratgeber, deine persönliche Spanne rechnet der Budget-Planer in fünf Fragen.
Was muss beim Aufmaß alles erfasst werden?
Jede gute Küche steht und fällt mit der Genauigkeit des Aufmaßes. Dabei geht es nicht nur um Länge und Breite des Raums, sondern um jedes Detail: Fensterhöhen und -tiefen, Türanschläge, vorhandene Wasser- und Stromanschlüsse, Heizkörper, schräge Wände oder Nischen und den Lichteinfall im Tagesverlauf. Schon wenige Zentimeter Abweichung führen dazu, dass ein Schrank nicht passt oder eine Schublade an der Heizung anstößt. Deshalb wird beim Aufmaß mit Laser gemessen, nicht mit dem Zollstock über den Daumen.
Zum Aufmaß gehört die Elektroplanung: Steckdosen über der Arbeitsplatte, Starkstrom am Herd, Anschlüsse für Abzug und Insel. Was du dafür wissen musst, steht im Beitrag zu den Steckdosen.
Wenn du dich selbst vorbereitest: Notiere Raummaße, Positionen von Fenstern und Türen, vorhandene Anschlüsse, und miss zur Sicherheit auch die Deckenhöhe. Unter Dachschrägen oder bei Unterzügen entscheidet sie über die Oberschränke.
Steckdosen: das unterschätzte Kapitel der Küchenplanung →
Deine Wohnung ist kein Musterfall, und das ist der Punkt, an dem ein Blick auf deinen Grundriss mehr bringt als der nächste Absatz.
Studio in deiner Nähe finden →Wie hoch soll die Arbeitsplatte sein?
Die Arbeitshöhe ist der Unterschied zwischen einer Küche, in der du gern stehst, und einer, die nach einer Stunde Kochen im Kreuz schmerzt. Als Faustregel liegt die Arbeitshöhe 15 bis 20 cm unter deinem Ellenbogen im Stehen. Bei Purion sind Arbeitshöhen von 66 bis 110 cm möglich; dein Studio misst am Ellenbogen, nicht am Katalog. Lebst du mit jemandem zusammen, der deutlich größer oder kleiner ist, kann eine abgestufte Arbeitsfläche oder ein höherer Bereich an der Insel sinnvoller sein als ein fauler Kompromiss in der Mitte.
Genauso wichtig sind die Abstände: Zwischen zwei gegenüberliegenden Arbeitsflächen, etwa bei einer U-Küche oder zwischen Insel und Zeile, solltest du mindestens 120 cm einplanen, damit Schubladen und Backofentür gleichzeitig offen sein können, ohne dass sich zwei Personen im Weg stehen. Hängeschränke sitzen üblicherweise 45 bis 60 cm über der Arbeitsplatte: hoch genug, um nicht anzustoßen, tief genug, um bequem an den Inhalt zu kommen.
Was ist das Küchendreieck, und reicht es noch?
Das klassische Küchendreieck verbindet die drei wichtigsten Stationen deines Kochalltags: Spüle, Herd und Kühlschrank. Je kürzer und konfliktfreier die Wege zwischen diesen drei Punkten, desto entspannter kochst du, bei der schnellen Pasta unter der Woche genauso wie beim Familienessen. Sinnvoll ist es, über das Dreieck hinaus in Zonen zu denken: Vorrat, Vorbereiten, Kochen, Spülen und, wenn Platz ist, eine Anrichte- oder Servierzone. Im Planungsgespräch zeigt sich oft, dass der Kühlschrank am falschen Ende der Zeile geplant war und jeder Griff zur Milch quer durch die Küche führt.
Welche Küchenform passt in deinen Raum?
Wie viel Platz du brauchst, hängt von der Küchenform ab. Bei einer L-Küche gilt eine Schenkellänge von 2,40 m pro Seite als bequem, mit mindestens 1,20 m Abstand zwischen den Arbeitsflächen. Eine U-Küche funktioniert ab 2,80 m Raumbreite und wird ab 3 m bequem; zwischen den Schenkeln bleiben dann rund 1,50 m Durchgang. Willst du eine Insel, plane mindestens 15 bis 20 Quadratmeter Raumfläche, ringsum 120 cm Bewegungsfreiheit und die Insel selbst mindestens 90 cm tief. Sonst wird es am Kochfeld schnell eng.
Wie lange dauert es von der Idee bis zum Einbau?
Eine durchdachte Küchenplanung läuft in klaren Takten: Am Anfang steht das Erstgespräch über Wünsche, Kochgewohnheiten und Stil. Danach entsteht die Planung in 3D in deinem Raum, in der Geräte, Materialien und Farben abgestimmt werden, bevor das Angebot mit jeder Position einzeln steht. Erst nach dem Auftrag folgt das Aufmaß bei dir zu Hause, und erst danach wird bestellt. Dann Lieferung und Einbau, die dein Studio organisiert, zum Schluss die gemeinsame Übergabe.
Der Liefertermin steht in deinem Angebot. Den ganzen Weg mit allen Takten zeigt dir die Seite „So läuft's ab“.
Genau hier lohnt sich der Schritt aus der Theorie: Dein Studio kennt die Lieferzeiten der Hersteller und die Besonderheiten deines Grundrisses und zeigt dir in der 3D-Planung, wie sich Budget, Maße und Wunschstil zu deiner Küche zusammenfügen. Mit der Checkliste fürs Erstgespräch kommst du vorbereitet hin.
So läuft's ab →Die Checkliste fürs Erstgespräch →Studio in deiner Nähe finden →
Häufige Fragen



